Ursachen für Kniescheibeninstabilität
Die Stabilität der Kniescheibe (Patella) hängt von mehreren anatomischen Faktoren ab: Dazu gehören der Muskel- und Bandapparat, die gerade Zugrichtung der Patellasehne sowie die zentrale und korrekte Position der Patella in ihrer Gleitrinne. Bei angeborenen Abweichungen dieser Strukturen ist das Risiko für eine Instabilität der Kniescheibe erhöht – abhängig davon, wie viele Risikofaktoren vorliegen und wie stark sie ausgeprägt sind. Auch eine dysbalance der Oberschenkel- oder Hüftmuskulatur kann die aktive Stabilisierung der Kniescheibe beeinträchtigen. Kniescheibenverletzungen treten häufig bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln, Sprints oder plötzlichen Stopps auf.
Symptome bei akuter und chronischer Kniescheibeninstabilität
Bei einer akuten Luxation der Kniescheibe (ausrenken der Kniescheibe) befindet sich die Patella in einer unnatürlichen Position. Nach dem Wiedereinrenken, entweder spontan oder mit Hilfe, ist das Kniegelenk oft stark geschwollen.
In den meisten Fällen verschiebt sich die Patella nach außen. Ist die Kniescheibe verschoben, kommt es typischerweise zu einer Schädigung des innenseitigen Bands, dem medialen patellofemoralen Ligaments (MPFL), was zu deutlichen Schmerzen führt. Zusätzlich ist die Beweglichkeit eingeschränkt und die Funktion des Knies vermindert. Bei einer chronischen Instabilität der Kniescheibe steht vor allem das Gefühl von Unsicherheit oder Instabilität im Knie im Vordergrund. Aufgrund der übermäßigen Beweglichkeit der Patella kann es immer wieder zur Luxation (ausrenken) oder einer Subluxation der Patella (Teilverrenken) kommen.