Digitale Gesundheitsanwendung: Axia
Erste DiGA für entzündlich- rheumatische Erkrankungen zugelassen
Würzburg. Mit der Zulassung der in Würzburg entwickelten Digitalen Gesundheitsanwendung „Axia“ steht erstmals eine DiGA für eine entzündlich-rheumatische Erkrankung in der Regelversorgung in Deutschland zur Verfügung, wie es in einer Mitteilung der Universitätsmedizin Würzburg heißt. Die DiGA richte sich speziell an Patientinnen und Patienten mit axialer Spondyloarthritis (axSpA).
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Würzburger Medizinstudierenden, der Rheumatologie des Uniklinikums Würzburg (UKW) und der Selbsthilfeorganisation für axSpA. „Es verbindet studentischen Enthusiasmus, wissenschaftliche Expertise und die enge Einbindung der Patientinnen und Patienten auf besondere Weise, was seinen Erfolg erklärt“, erläutert Privatdozent Dr. Patrick-Pascal Strunz.
Verbesserte Beweglichkeit, weniger Schmerzen, mehr Lebensfreude
Der Rheumatologe leitete die deutschlandweit randomisiert- kontrollierte klinische Studie, die eine signifikante Wirksamkeit der digitalen Therapiehilfe als Ergänzung zur medikamentösen Behandlung zeigte, heißt es in der Mitteilung.
Mithilfe der DiGA konnten typische Krankheitssymptome wie Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit und Erschöpfung gelindert, die Beweglichkeit verbessert und die Lebensqualität deutlich gesteigert werden, heißt es weiter. Den Studienteilnehmenden fielen alltägliche Aktivitäten wie Anziehen, Bücken oder längeres Gehen nach der Anwendung leichter. Viele von ihnen fühlten sich insgesamt aktiver, beweglicher und leistungsfähiger. (mn)
Quelle: Ärzte Zeitung - Springer Medizin Verlag GmbH
